3.000 Euro für „Rettet den Drill“!

Seit vielen Jahren gehören die Zooförderer auch zu den Unterstützern des Vereins „Rettet den Drill“. Seit der Gründung im Jahr 2004 kooperiert dabei der gemeinnützige Verein eng mit der NGO (Nichtregierungsorganisation) „Pandrillus“, die insgesamt drei Stationen betreut – zwei in Nigeria und eine in Kamerun. Hier werden verletzte oder beschlagnahmte Drills aufgenommen, tiermedizinisch versorgt und in Gruppenverbände integriert. Die Betreuung erstreckt sich mittlerweile auf fast 700 Drills, wobei die Chancen auf eine Wiederauswilderung dieser Tiere wegen der Zerstörung der Lebensräume und der illegalen Jagd nach wie vor leider schlecht stehen. „Im Augenblick geht es hauptsächlich darum, die adäquate Versorgung der Tiere vor Ort zu gewährleisten“, so Kathrin Paulsen, 1. Vorsitzende von „Rettet den Drill e.V.“. Dazu gehört das Sammeln von Spendengeldern in ganz Europa, um Gehälter, Futterkosten und Neuanschaffungen in Afrika finanziell zu unterstützen.

Alte Veterinärstation (Foto: Pandrillus)

Am 10.09. stellte Paulsen daher zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern des Drillvereins auf der 18. Jahreshauptversammlung im Grünen Zoo Wuppertal den Verein und seine Aktivitäten ausführlich vor. Unter anderem erläuterte Vorstandsmitglied Dr. Heike Weber (Tierpark Nordhorn) in einem bildreichen Vortrag den Bau einer Veterinärstation in den Afi Mountains. „Hier oben im tropischen Regenwald Affen zu narkotisieren und zu behandeln ist an sich schon eine Herausforderung“, erklärte sie. Bisher gab es aber nur einen alten Holztisch und offene Regale unter einem Abdach. Mit einem Vorschuss von 6.000€ von „Rettet den Drill“ e.V. konnte nun vor einigen Monaten endlich mit dem Bau eines richtigen Hauses begonnen werden. Fundamente wurden gegossen, Wände gemauert und das Dach konnte bereits aufmontiert werden. Fehlen noch Fenster und Türen, bevor die zwei Räume der neuen Veterinärstation, die zusammen eine Grundfläche von ca. 60qm ergeben, eingerichtet werden können.

Dachmontage auf der neuen Veterinärstation (Foto: Pandrillus)

Die erforderlichen 6.000 Euro wurden nun von dem Wuppertaler Zooverein und der Gemeinschaft der Zooförderer jeweils zur Hälfte finanziert. Wir freuen uns, mit dieser Spende Eure langjährige, erfolgreiche Arbeit zum Wohl einer der bedrohtesten Affenarten Afrikas vor Ort nachhaltig weiter unterstützen zu können.