Vom 17. bis 19. Juli 2026 fand in Stuttgart die diesjährige Tagung der Gemeinschaft der Zooförderer statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von den Wilhelmafreunden Stuttgart, die über drei Tage hinweg ein vielseitiges und fachlich anspruchsvolles Programm boten. Mehr als 100 Delegierte aus 36 Zoo-Fördervereinen nahmen teil. Die Vereine kamen überwiegend aus Deutschland – von Dresden bis Saarbrücken und von Ulm bis Rostock –, aber auch aus Basel, Salzburg, Rotterdam und Teneriffa.

Freitag: Auftakt in der Wilhelma
Der offizielle Beginn erfolgte am Freitagabend mit einem „Ice Breaker“ im Amazonica Restaurant der Wilhelma. Anschließend begrüßten der Direktor der Wilhelma Dr. Thomas Kölpin sowie der Vorstand der Wilhelmafreunde, Prof. Georg Fundel, die Delegierten.
Ein besonderer Moment war der Geburtstag des Präsidenten der Gemeinschaft, der von allen Gastvereinen mit kleinen kulinarischen Mitbringseln gewürdigt wurde. Die herzliche Geste sorgte für eine gelöste Atmosphäre und bot einen gelungenen Einstieg in das Tagungswochenende.
Samstag: Fachprogramm im Museum am Löwentor
Der Samstag stand ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs. Die Tagung fand im Naturkundemuseum Stuttgart / Museum am Löwentor statt und wurde von Diana Hörger moderiert.
Mitgliederversammlung
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde eine neue Beitragsordnung einstimmig beschlossen, um die Artenschutzarbeit der Gemeinschaft langfristig finanziell zu sichern. Zudem wurde der Preis für die Aktion des Jahres an den Förderverein Kleve verliehen, der mit seiner neuen Känguruanlage ein besonders überzeugendes Projekt realisiert hat.
Fachvorträge
Im Anschluss folgte eine Reihe hochkarätiger Vorträge:
- Dr. Thomas Kölpin, Direktor der Wilhelma, stellte die Artenschutzarbeit der Wilhelma vor und gab einen umfassenden Überblick über laufende und geplante Projekte. Sein Beitrag bildete einen inhaltlichen Schwerpunkt der Tagung und wurde von den Delegierten mit großem Interesse aufgenommen.
- Stefanie Reska, Leitung der Stabsstelle Artenschutz, erläuterte die Zusammenarbeit zwischen Förderverein und IUCN und zeigte Perspektiven für zukünftige gemeinsame Initiativen auf.
- Dr. Jens-Ove Heckel (ZGAP) berichtete über die Unterstützung hochbedrohter, oft wenig bekannter Arten, die im Fokus der ZGAP-Arbeit stehen.
Nach einer Mittagspause folgte ein Programmpunkt, der von vielen Teilnehmenden besonders hervorgehoben wurde:
Rundgang im Rosensteinpark – Artenschutz vor der eigenen Haustür
Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Botanik, Parkpflege sowie der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg e. V. führten die Delegierten durch den Rosensteinpark. An sieben Stationen wurden konkrete Beispiele für lokalen Artenschutz vorgestellt – von Pflanzenbeständen über Lebensräume heimischer Tierarten bis hin zu Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im urbanen Umfeld. Dieser Rundgang zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und wirkungsvoll Artenschutz direkt vor Ort umgesetzt werden kann.
Podiumsdiskussion
Am Nachmittag diskutierten Expertinnen und Experten über Herausforderungen und Chancen im Artenschutz. Die Beiträge verdeutlichten die Bedeutung internationaler Kooperationen ebenso wie die Rolle lokaler Initiativen.
Begleitprogramm am Samstag
Parallel zum Tagungsprogramm wurde eine Stadtrundfahrt angeboten, gefolgt von einer gemeinsamen Mittagspause im Museum am Löwentor und einer exklusiven Führung hinter die Kulissen des Naturkundemuseums.
Der Abend klang bei einem gemeinsamen Abendessen im Aquarium der Wilhelma aus, das den Teilnehmenden Gelegenheit zu weiterem Austausch bot.
Sonntag: Exklusive Führungen in der Wilhelma
Am Sonntagmorgen fanden exklusive Rundgänge mit Führungspersonal der Wilhelma statt. Die Delegierten erhielten besondere Einblicke in Tierhaltung, Zuchtprogramme und Artenschutzmaßnahmen. Ein gemeinsamer Mittagsimbiss im Restaurant Amazonica bildete den Abschluss der Tagung.
Fazit
Die Tagung in Stuttgart bot eine gelungene Mischung aus fachlichem Austausch, anschaulichen Einblicken in die Artenschutzarbeit und intensiver Vernetzung zwischen den Fördervereinen. Die einstimmige Verabschiedung der neuen Beitragsordnung sowie die Auszeichnung des Fördervereins Kleve unterstreichen die gemeinsame Ausrichtung auf eine weiterhin starke und nachhaltige Förderung des Artenschutzes.
Die Wilhelmafreunde Stuttgart sorgten für eine hervorragend organisierte Veranstaltung, die von allen Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen wurde.

